In Deutschland kommen rund 7% aller Neugeborenen vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche und somit zu früh auf die Welt. Da diese Kinder oft unter Untergewicht leiden und sich dadurch statistisch auch die Gefahr der Säuglingssterblichkeit erhöht, müssen die Diagnoseverfahren gerade für Neugeborene angepasst und verbessert werden. Aus diesem Grund wurde im Rahmen der Förderinitiative „KMU-innovativ: Biotechnologie – BioChance“ ein Projekt initiiert, welches sich zum Ziel gesetzt hat das Messverfahren weiter so zu entwickeln, dass umfangreichere diagnostische Untersuchungen mit den üblichen kleinen Blutmengen zusätzlich durchgeführt werden können.
Neben dem Tübinger Unternehmen sind die Protagen AG aus Dortmund, die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Lübeck, die Hochschule Albstadt-Sigmaringen, sowie die Biochemie-Abteilung des NMI in Reutlingen beteiligt. Zusammen mit den insgesamt vier weiteren Projektpartnern möchte die Hölle & Hüttner AG die Entwicklung eines massenspektrometrischen Verfahrens zur empfindlichen, genauen, schnellen und kostengünstigen Messung weiterentwickeln, so dass 50 relevante Proteinbiomarker aus einem einzigen Kapillarblutstropfen von Neu- und Frühgeborenen bestimmt werden können.
„Das Projekt passt strategisch sehr gut zu unserem Unternehmen, da es auch bei dieser Fragestellung um das Thema Automatisierung im Life Science Sektor geht.“ erklärt Dr. Steffen Hüttner, Vorstand der Hölle & Hüttner AG. „Als Anbieter von Soft- und Hardwarelösungen im naturwissenschaftlichen Umfeld können wir zudem auf eine fast 20-jährige Unternehmenshistorie zurückgreifen und als dreifacher Familienvater kann ich nachvollziehen wie wichtig eine optimale ärztliche Versorgung direkt nach Geburt ist.“ betont Hüttner.
Glückwünsche kamen auch aus Berlin. Annette Widmann-Mauz, MdB und parlamentarische Staatssekretärin gratulierte der Hölle & Hüttner AG und freute sich als Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Tübingen-Hechingen über die Förderung des Tübinger Unternehmens